Das Eisenbahnbetriebsfeld "Leipzig-Leutzsch"

Mechanisches Wärterstellwerk des Lehrstellwerkes im Jahr 1988. Vorne die Modellbahnanlage. Sammlung: Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V.

Geschichte

Das Eisenbahnbetriebsfeld / Lehrstellwerk Leipzig-Leutzsch war eine Ausbildungsanlage der Betriebsschule der Deutschen Reichsbahn in Leipzig. Es hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Nach Jahren erfolgreichen Ausbildungsbetriebs war die Anlage mehrfach von der Verschrottung bedroht und kann heute wieder in eine gesicherte Zukunft schauen. Dabei wird das Betriebsfeld heute wieder für den Zweck genutzt für den es erbaut wurde: zur Nachwuchsförderung und Ausbildung.

 

Die Betriebsschule Leipzig unterhielt 7 Trainingsanlagen für Rangiertechnik, 4 Anlagen für Zugmeldedienst und 6 Trainingsmodelle für Handverschlüsse. Doch es fehlte eine Trainingsanlage, an der betriebliche Situationen im Zusammenhang dargestellt und immer wieder geübt werden konnten. Bereits seit dem Jahr 1964 gab es deshalb Bemühungen zum Aufbau eines Betriebsfelds. Diese Bemühungen gingen die 1960er und 70er Jahre hindurch, konnten aber immer durch Abhängigkeiten bei anderen Betriebszweigen bei der Deutschen Reichsbahn nicht umgesetzt werden. 1970 wurde sogar ein detailierter Plan für einen Aufbau in 3 Ausbaustufen bis 1975 vorgeschlagen. 1972 wurde dieser gestrichen. Erst 1979 wurde der ehem. Kulturraum im Bahnhof Leipzig-Leutzsch zum Einbau eines Betriebsfelds zugesprochen. In dem Gebäude sollte die Anlage und weitere Räume für die Nutzung der Betriebsschule entstehen. 1980 begann der Bau und im Februar fand die erste Bauberatung vor Ort statt. Verteilt über 3 Ausbaustufen entstand bis 1983 die Anlage, wobei in den Zwischenstufen bereits eine Nutzung zur Ausbildung erfolgte. Zunächst wurde das Gebäude vorbereitet, die Räumlichkeiten umgebaut und angepasst, damit die Anlage Platz fand. Gleichzeitig wurde originale Stellwerkstechnik, die auf Stellwerken in und um Leipzig außer Betrieb ging, gesammelt und zur Verwendung im Eisenbahnbetriebsfeld neu zusammen gestellt. Im ersten Bauabschnitt waren das die beiden mechanischen Stellwerke der Bauform Jüdel. Beide wurden ursprünglich vor dem Ersten Weltkrieg gebaut, eines davon stammt aus der Zeit vor 1911. So kommen ganze Stellwerke, oder Teile, ursprünglich von:

 

- Mechanisches Fahrdienstleiter-Stellwerk

Weiternutzung vom ehem. Abzweig Möckern, an der Eisenbahnstrecke Leipzig Hbf - Leipzig-Wahren. Das Holzkasten-Tastenpult war zuvor im Fahrdienstleiter-Stellwerk Lä des Bahnhofs Leipzig-Leutzsch verbaut.

 

- Mechanisches Weichenärter-Stellwerk

Weiternutzung vom ehem. Abzweig S, an der Eisenbahnstrecke Leipzig-Leutzsch - Leipzig-Wahren.

 

- Elektromechanisches Stellwerk

Stammt ursprünglich aus Lagerbeständen der Signal und Fernmeldemeisterei und wurde speziell für die Anforderungen im zukünftigen Eisenbahnbetriebsfeld umgebaut und angepasst.

 

Sämtliche Gleisbildstellwerke wurden extra für die Anlage angefertigt. Für die mechanischen Blockkästen der Blockstellen, wurden ebenso alte Teile verwendet. Hier kam als ältestes Bauteil im gesamten Betriebsfeld, ein Blockkasten zur Nutzung der im Jahr 1898 vom Hersteller Siemens & Halske gefertigt wurde, wie der noch heute vorhandene Abnahmezettel im Inneren zeigt. Er datiert genau auf den 12. Januar 1898! Die Deutsche Reichsbahn bzw. die Betriebsschule bekam beim Bau des Betriebsfelds auch den häufigen Mangel in der DDR zu spüren. Das fing schon 1980 mit den Lieferschwierigkeiten für Zement, Sand usw. an Auch der Bezug von ausreichend Kabel gestaltete sich teilweise sehr schwierig und musste durch mancherlei Verhandlungsgeschick der beteiligten Eisenbahner "organisiert" werden. Zahlreiche Anekdoten dazu sind überliefert. Am 09. April 1982 wurde die Anlage in der ersten Ausbaustufe mit einer kleinen Feierstunde übergeben. Zu diesem Zeitpunkt standen für die Ausbildung nur die beiden mechanischen Stellwerke der Bauform Jüdel (Fahrdienstleiter und Wärter) zur Verfügung. Gleichzeitig mit der Innen- wurde eine Außenanlage errichtet. Die bestand zunächst aus einer halbierten Weiche die per Drahtzug mit dem mechanischen Fahrdienstleiterstellwerk verbunden war. Gleichzeitig war aber auch eine Betätigung mit einem elektrischen Weichenantrieb möglich. 1982 begann dann der Aufbau der zum Betriebsfeld gehörenden Modellbahnanlage in der Baugröße H0 um die realistische Umsetzung der Handlungen an den Stellwerken sichtbar zu machen. Die Signale dafür wurden in Eigenarbeit aus Messingteilen hergestellt. Hier halfen auch Lehrlinge der Betriebsschule mit. Am 27. August 1982 wurde von der Leiterin des Reichsbahnamtes Leipzig die Anlage in der 2. Ausbaustufe zur Ausbildung übergeben. Eine Abiturklasse der Betriebsschule führte den geladenen Gästen und der Presse die Anlage vor. Schon während dem Bau der 2. wurden Vorbereitungen für die 3. und letzte Ausbaustufe getroffen. Im November 1982 begannen die konkreten Arbeiten. Es waren noch sämtliche Gleisbildstellwerke, sowie das elektromechanische Stellwerk herzustellen bzw. für den Bedarf umzubauen. Ebenso war der Ausbau der Modellbahnanlage voranzubringen. Wichtig war außerdem der Bau des Havariepultes, mit dem der Ausbilder Störungen provozieren konnte. In der letzten Ausbaustufe wurde auch die Außenanlage erweitert. An die Weiche wurde eine 10 m lange Gleisverlängerung angebaut. Hier fand ein zweiachsiges Untergestell eines Kesselwagens mit kompletter Bremsanlage seinen Platz, bereitgestellt vom RAW Leipzig-Engelsdorf. Im April 1983 wurde der Wagen per Straßentransport angeliefert. Daran anschließend entstand eine Brems- und Kupplungstrainingsanlage. Ein Prellbock mit Puffern, Kupplung, Luft- und Heizschläuchen wurde errichtet. In der stationären Bremsanlage wurden Verdichter, Luftkessel und ein Führerstand eingebaut. Gleichzeitig wurde eine Lichtsignalanlage zur Durchführung der Bremsprobe aufgebaut. An der Errichtung des Eisenbahnbetriebsfeldes waren verschiedene Dienstzweige der Deutschen Reichsbahn im Reichsbahnamt Leipzig bzw. der Reichsbahndirektion Halle und darüber hinaus beteiligt: 

 

Signal und Fernmeldemeisterei Leipzig

- Hochbaumeisterei Leipzig

- Bahnmeisterei Leipzig-Plagwitz

- Bahnbetriebswagenwerk Leipzig

- Starkstrommeisterei Leipzig

- Betriebsschule des Reichsbahnamtes Leipzig

- Signal und Fernmeldewerk Halle

 

Im September 1983 war die 3. Ausbaustufe abgeschlossen und die Gesamtanlage fertiggestellt. Am 29. September 1983 ging das Eisenbahnbetriebsfeld Leipzig-Leutzsch für die Ausbildung in Betrieb. Mit einer Feierstunde, den üblichen Reden, von und mit zahlreichen höheren Vertretern der Deutschen Reichsbahn, sowie eine ausführliche Vorführung durch Auszubildende, wurde die Anlage eingeweiht. Anschließend gab es eine Festtafel im Kulturraum des Hauptbahnhof Leipzig. Für die Errichtung des Betriebsfelds mussten etwa 150 000 M aufgebracht werden! Allein die durchgefeführten Arbeiten im Jahr 1983 kosteten 64 768, 14 M.

 

Durch das Dienstleistungszentrum Bildung der DB AG, Trainingszentrum Halle / Leipzig wurde die Anlage ab 1994 genutzt und damit der Ausbildungsbetrieb fortgesetzt. Ausgebildet wurden Eisenbahner im Betrieb, sowie in der Weiterbildungsmaßnahme "FIT" Fdl, Blw, Ww, Schrw. Bis Juli 1999 wurde das Lehrstellwerk Leipzig-Leutzsch dazu noch verwendet. Nach Einstellung des Ausbildungsbetriebs sollte die Anlage verschrottet werden. Die Zerstörung konnte durch die damals gegründete Gruppe IG Betriebsschule Reichsbahnamt Leipzig (später Eisenbahntraditionsmuseum Leipzig e.V.) verhindert werden, dessen Mitglieder sich aus ehem. Auszubildenden und Ausbildern der Betriebsschule zusammenfanden. Im November des selben Jahres wurde das Betriebsfeld der Gruppe übergeben, die es daraufhin in Leipzig-Leutzsch abbaute. Die IG wollte die Anlage im Bahnbetriebswerk Leipzig Hbf Süd wieder aufbauen, wohin sie es nach Abbau in Leutzsch brachte. Dazu kam es nicht und durch vielerlei Umstände musste sich der Leipziger Verein vom Betriebsfeld trennen, auch da die Räumlichkeiten im ehem. Bw Leipzig Hbf Süd nicht mehr zur Verfügung standen. Nun stand das Eisenbahnbetriebsfeld Leipzig-Leutzsch zum zweiten Mal vor der drohenden Zerstörung. Unser Verein Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V. hat das vollständig zerlegte Betriebsfeld im Sommer 2008 mit mehreren Transporten nach Kötzschau geholt, mit dem Ziel des Erhalts, dem Wiederaufbau in alter Größe und Form, sowie der Wiederherstellung der vollen Funktionstüchtigkeit. Mit den Sanierungs- und Bauarbeiten am Empfangsgebäude des Bahnhofs Kötzschau, wurde gleich von Anbeginn der Planungen das Betriebsfeld in einem Gebäudeteil mit einbezogen. Umfangreiche Umbauten zum Einbau mussten am Gebäude vorgenommen werden um das Lehrstellwerk in der ursprünglichen Größe wiedererstehen zu lassen. Von nicht wenigen Personen wurde uns das Scheitern eines Wiederaufbaus vorausgesagt, dem wir hartnäckig entgegenarbeiteten. Zur Eröffnung unseres Museums im Empfangsgebäude des Bahnhofs Kötzschau am 26. April 2014 konnte die Anlage, erstmals seit ihrem Abbau im Jahr 1999, wieder im vollständig zusammengebauten Zustand der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wenig später begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit.

Hintergrund und Funktionsweise

Da auf regulär in Betrieb stehenden Stellwerken kein ausbildungsgerechter Unterricht durchgeführt werden konnte, mit Üben von Störungen und dergleichen, sollte wie oben erwähnt ab 1980 dazu eine eigens errichtete Anlage in einem Lehrkabinett entstehen. 

 

Das Eisenbahnbetriebsfeld besteht aus einer zweigleisigen Modellbahnanlage der Spurweite H0, die auch über einen eingleisigen Streckenabschnitt verfügt. Diese Modellbahnanlage verzichtet völlig auf eine Gestaltung mit Gebäuden, Landschaft oder Bäumen. Die Gleise sind lediglich ohne weitere Ausgestaltung auf den lackierten Platten der Unterkonstuktion angebracht. Die Betriebsstellen der Modellbahn 2 Bahnhöfe, 2 Blockstellen, 1 Abzweigstelle sowie 1 Schrankenposten, werden von originaler (also echter) Stellwerkstechnik im Maßstab 1:1 gesteuert. Vereinfacht: wird z. Bsp. an einem mechanischen Stellwerk der Hebel für eine Weiche umgelegt, stellt sich die entsprechende Weiche auf der Modellbahn. Mit „Modelleisenbahnspielen“ hat dies aber nichts zu tun, vielmehr dient das Betriebsfeld der möglichst praxisorientierten Ausbildung im Stellwerksdienst und schlicht der Simulation des realen Eisenbahnbetriebs. Die Modellbahn ist nur sichtbarer Teil der umgesetzten Handlungen an den Stellwerken. Nicht der Modellbahn, sondern den Stellwerken gilt die Hauptaufmerksamkeit des Auszubildenden. In den Betriebsstellen sind mechanische, elektromechanische und relaisgesteuerte Stellwerke vorhanden. Bauformen die damals bei der Deutschen Reichsbahn, aber noch heute im Netz der Deutschen Bahn AG, im Betrieb anzutreffen waren und sind. Folgende Betriebsstellen sind vorhanden:

 

- Bahnhof Hagen             

   mech. Fahrdienstleiterstellwerk mit Felderblock

   mech. Weichenwärterstellwerk mit Felderblock

   beide Bauform Jüdel 

- Blockstelle Seeblick     

   Bedienpult Gleisbildstellwerk GS II mit Felderblock

- Schrankenposten 4

- Abzweig Born               

   elektromech. Stellwerk E12/78 mit Felderblock

- Bockstelle Linde           

   Bedienpult Gleisbildstellwerk GS II

- Bahnhof Ebach             

   Bedienpult Gleisbildstellwerk GS II

 

Die Bezeichnungen der Betriebsstellen sind reine Fantasienamen und haben mit eventuell wirklich existierenden Bahnstationen gleichen Namens keine Gemeinsamkeit. Weil zu den nach Vorschrift durchzuführenden Handlungen an den Stellwerken vor allem auch die Bedienungen bei Störungen zählen, ist für den Ausbildungsleiter ein entsprechendes Havariepult vorhanden. Damit konnte er insgesamt 30 unterschiedliche Störungen im laufenden Betrieb provozieren. Die Auszubildenden hatten dann exakt nach Vorschrift den Betrieb aufrechzuerhalten und die Bedienung weiter durchzuführen. Gleichzeitig diente dies zum Erkennen und Suchen der Störungen durch den Auszubildenden. 

Lehrbetrieb

Die Inbetriebnahme des Lehrbetriebes mit dem Eisenbahnbetriebsfeld wurde ein voller Erfolg. Das machte sich besonders bei der Durchfallrate der Auszubildenden bei Prüfungen schnell bemerkbar. Lag die zuvor bei ca. 20 %, konnte sie nun auf nur noch ca. 2 % gesenkt werden. Die praktische Ausbildung am Lehrstellwerk half also sehr im Erlernen der richtigen Handlungsweisen. Genutzt wurde das Betriebsfeld durch Lehrlinge in den Berufen "Facharbeiter für Eisenbahntransporttechnik" und "Eisenbahntransport-facharbeiter". Aber auch die Betriebsakademie Leipzig nutzte es bis 1991 in der Erwachsenenbildung.

 

Auch heute noch kann das Betriebsfeld Leipzig-Leutzsch Auszubildenden in Eisenbahnberufen als praktisches Anschauungsstück dienen. Zahlreiche Bahnunternehmen und Berufsfachschulen haben bereits Lehrtage mit ihren Auszubildenden daran durchgeführt. Aber auch den Besuchern unseres Museums wird heute die komplexe Stellwerkstechnik anschaulich nähergebracht. Nähere Informationen zu Lehrtagen am Eisenbahnbetriebsfeld finden Sie auf dieser Seite.

Wiederaufbau

Mit der Übernahme des Eisenbahnbetriebsfeldes, stand für unseren Verein fest, die Anlage muss wieder zum alten Zustand zusammengefügt werden. Das Lehrstellwerk war, wie in der unten zu sehenden Galerie, vollkommen zerlegt. Teilweise in kleinste Teile. Von der Modellbahn war nur noch die Unterkonstruktion vorhanden, keine Gleise oder Fahrzeuge. Mit mehreren Transporten wurden die Einzelteile nach Kötzschau gebracht. Hier konnten sie zunächst nur eingelagert werden, weil am alten Museumsstandort noch kein Platz für einen Aufbau vorhanden war. Lediglich das mechanische Fahrdienstleiterstellwerk der Bauform Jüdel, wurde in den damaligen Museumsräumen weitestgehend zusammengebaut präsentiert. Wie erwähnt wurde uns ein originalgetreuer Wiederaufbau nicht zugetraut, eine Funktionstüchtigkeit wurde sogar als völlig abwegig von nicht wenigen Personen angesehen. Doch das bestärkte unseren Willen noch mehr das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Dabei war uns von Anbeginn vor allem ein originalgetreuer Wiederaufbau wichtig. Die Anlage sollte genauso aussehen wie vor dem Abbau in Leipzig-Leutzsch und selbstverständlich genauso funktionieren.

 

Mit den beginnenden Sanierungsarbeiten im Empfangsgebäude des Bahnhofs Kötzschau im Jahr 2011, dem Museumsstandort ab 2014, wurde gleich ausreichend Platz für den Einbau des Betriebsfeldes vorgesehen. Im Westflügel des Hauses sollte es seinen Platz finden. Wände wurden abgebrochen, neue Fundamente errichtet, die Bodenplatte mit Verstärkungen und Aussparungen versehen, sowie darin Kabelkanäle eingebaut. Die beiden mechanischen Stellwerke wurden dazu extra über mit Blechen abgedeckten Gruben platziert. Von deren Hebeln werden später Drahtzüge in das Außengelände des Museums führen. Zukünftig würden sich damit nicht nur die Weichen und Signale der Modellbahn bedienen lassen, sondern auch die originalen Signale in unserem Signalgarten im Freigelände. Bereits am alten Standort der Anlage im Bahnhof Leipzig-Leutzsch war an das Betriebsfeld die Außenanlage angeschlossen, hat also einen historischen Hintergrund. Ende 2013 bis Frühjahr 2014 lief der Aufbau der Anlage im Empfangsgebäude. Also der Zusammenbau und die Komplettierung der Stellwerke, ebenso der Wiederaufbau der Unterkonstruktion der Modellbahnanlage. Seither ist das Betriebsfeld in alter Größe vorhanden. Danach konnte die Widerherstellung der Funktionstüchtigkeit in Angriff genommen werden. Seither laufen in Abschnitten diese Arbeiten. Das gestaltet sich kompliziert, aber jeder Bauabschnitt bringt uns dem Ziel näher. Pläne mussten zunächst aus den spärlich überlieferten Unterlagen rekonstruiert und neu gezeichnet werden, als Grundlage für die Neuverkabelung. Letztere ist notwendig da leider beim damaligen Abbau in Leipzig-Leutzsch im Jahr 1999, ganze Kabelbäume bündig durchtrennt wurden. Viele hundert Kabel mussten seither neu gezogen werden. Im Jahr 2015 wurde die vollständige Gleisanlage der Modellbahn mit Weichen genau nach dem historischen Gleisplan neu versehen. Fahrzeuge können seither auf der Modellbahn verkehren. 2017 wurde eine Digitalsteuerung der Modellbahn eingebaut. Sämtliche notwendigen Signale der Anlage sind zum Beginn des Jahres 2020 wieder auf der Modellbahn aufgestellt worden. Hinzu kam hier die historische Beschilderung jedes Signals, jeder Weiche usw. mit den originalen emaillierten Schildern. 2016 und 2017 wurden nach und nach die Stellwerke verbunden, so dass ein Vorführbetrieb der Betriebsstellen untereinander möglich ist. Von den 6 vorhandenen Stellwerken des Betriebsfelds sind derzeit 4 funktionsfähig. Momentan arbeiten wir weiter an der Anlage, so dass die komplette Funktionstüchtigkeit des Eisenbahnbetriebsfeldes Leipzig-Leutzsch bald wieder zu erleben sein wird. (Stand 2020)

Sonstiges

In der unten stehenden Galerie können Sie einige Impressionen aus dem bewegtem Lebenslauf des Eisenbahnbetriebsfelds Leipzig-Leutzsch bis zum Wiederaufbau in unserem Museum nachverfolgen.

 

Hinweis: Falls Sie als Besucher unserer Website, ehemaliger Auszubildender sind und das Betriebsfeld Leipzig-Leutzsch kennen, vielleicht Fotografien usw. aus dieser Zeit besitzen, würden wir uns über eine Kopie freuen! 

Oder möchten Sie uns mit Ihrer tatkräftigen Hilfe, oder auch finanziell mit einer Spende, unterstützen? Treten Sie mit uns in Kontakt. 

Zur technischen Betreuung der Anlage erreichen Sie unseren Stellwerksbeauftragten Herrn Ernst unter: stellwerk@eisenbahnfreunde-koetzschau.com

Das Eisenbahnbetriebsfeld in bewegten Bildern

In diesem kleinen Film stellen wir die beiden mechanischen Stellwerke der Bauform Jüdel näher vor. Es werden Ein- und Ausfahrten von Zügen und die dazu notwendigen Handgriffe an den Stellwerken gezeigt.

Das Museum hat wieder geöffnet:

Museum bleibt

im November 2020

geschlossen!

Aufgrund der Corona Beschränkungen

Weitere Öffnungstermine finden Sie hier.

Anreise

Museum zur Geschichte

der Eisenbahnstrecke

Leipzig - Großkorbetha
Am Bahnhof 27
06237 Leuna / OT Kötzschau

 

Stündlich erreichbar in den Zügen der ABELLIO Rail Mitteldeutschland GmbH

Die Linie RB 20

Ab Leipzig Hbf in 22 Min.

Ab Erfurt in 75 Min.

Ab Eisenach in 120 Min.

 

Anfahrt mit dem PKW

Partner im

Bahn- Bus- Landesnetz

Sachsen-Anhalt

und Träger des Siegels

  Update: 

 22.11.2020 

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